YANNICK DELEZ (CH)

BORÉALES (Nordlicher)

Samstag, 23. Juni 2012, 20.00 Uhr


Eintritt: Fr. 35.– (Ermässigung für Schüler und Studenten)

 

Die nostalgische und gleichzeitig lichtdurchflutete Lyrik von Yannick Délez ist nur schwer in Worte zu fassen. Die Melodie singt, alles überflügelnd, ist frei und grosszügig, aber auch wie mit einer Nadel präzise durchzogen.

Die Kunst der manchmal winzigen Variationen durchdringt diese Klaviatur und drängt darauf, sich ständig neu zu erfinden. Die „Kreise“ weit davon entfernt von der maschinellen Strenge eines Minimalismus, führen nicht ins Leere: Progressionen von Gefügen und Zeiten, Klangebenen, die Kopf stehen, „Erdrutsche“ von der Ein- zur Mehrstimmigkeit …

Dieses Klavierspiel ist ein Wunderwerk. Seine Virtuosität ist so originell, dass man in ihr im wahrsten Sinne des Wortes den „Stil“ erkennen muss. Keinerlei Monotonie in keinem der Stücke – dafür aber ein einzigartiger Sinn für Monochromie.

Die Qualität der Präsenz und des Geheimnisses der Kunst von Yannick Délez entsteht ganz einfach auch aus der Fähigkeit die Intensität der Gegenwart fest-zuhalten; ein Privileg der ganz grossen Musiker.

BIOGRAFIE
Yannick Délez entwickelt seinen eigenen Stil mit zahlreichen musikalischen Formationen in der Schweiz, darunter in einem Duo mit dem Saxophonisten Denis Bertrand. Er stösst zu Piano Seven (7 Flügel + Gäste) mit denen er 4 Alben aufnimmt und in den bekanntesten Konzertsälen in Hongkong, São Paulo, Taipeh, Singapur, Beirut, Peking etc. auftritt. Der Pianist komponiert und arrangiert für die Formation im Rahmen dreier Kreationen von Piano Seven (u. a. für die Schweizerische Landesausstellung im Jahr 2002). Seine erste CD ist ein Solo-Album: "Rouges" (Altrisuoni 2003). Es wird von der internationalen Kritik gelobt. Darin gelangt der Zuhörer in den Genuss dieses ganz besonderen Klavierspiels, das Präzision und Lyrik miteinander verbindet. "... basierend auf rhythmischen Ostinati und einer wirklich originellen Technik..." (Westschweizer Radio RSR1), "... ein Gedankenfluss, der eine romantische Lyrik und ausgeklügelte Harmonien bevorzugt..." (Jazzman***).

Im Jahr 2004 stellt Yannick Délez ein Repertoire für Klavier, Bassklarinette und Sopransaxophon zusammen und gründet mit Philippe Ehinger (Bassklarinette) und Stefano Saccon (Sopransaxophon) das Yannick Delez Trio . Die Formation wird für die Tournee der Swiss Diagonales Jazz 07 ausgewählt.

2004 schliesst sich der Pianist mit der Sängerin Chloé Lévy zu einem Duo zusammen. Das Chloé Lévy Yannick Délez Duo nimmt im Dezember 2006 im Rainbow Studio in Oslo mit dem Tonmeister Jan Erik Kongshaug sein erstes Album auf: "Leinicha". Es wird von der Kritik gelobt (Jazzman ****, Télérama ffff).

Neben seinen Auftritten unterrichtet Yannick Délez seit 1992 Klavier und Musiktheorie an der Ecole de Jazz et Musiques Actuelles (EJMA) in Lausanne und seit 2006 an der Jazzabteilung des Konservatoriums Lausanne (CDLHEM).