SONGS, CHORALS AND DANCES (Solo Jazzpiano)

mit Ekkehard Wölk (D)
Werke von J. S. Bach, G. Mahler, C. Monteverdi, A. Mozart, F. Schuber, F. Hersch und E. Wölk

Samstag, 27. September 2008, 20.00 Uhr



Für einen Jazzmusiker ist es nicht neu, Stücke aus den Werken großer Komponisten der europäischen E-Musik zu interpretieren. Dennoch liefern solche Klassik-Adaptionen nur selten gelungene Ergebnisse. Aber der in Berlin lebende, in Schleswig-Holstein geborene Pianist Ekkehard Wölk hat einen eigenen Weg gefunden. Er nahm einen seiner New-York-Aufenthalte zum Anlass, um sich gleichsam durch ein imaginäres Fernglas schauend aus der Distanz mit der eigenen, eben europäischen Musikgeschichte auseinander zu setzen. SONGS, CHRALS AND DANCES ist ein Zyklus mit Stücken aus verschiedenen Epochen europäischer Kunstmusik, von Mozart, Bach und Hurst bis hin zu Eigenkompositionen. Und tatsächlich: Ekkehard Wölk gelingt es, in den klassischen Kompositionen jazztypische Elemente herauszuarbeiten, ohne dass sie sorglos mit den bekannteren und unbekannteren Vorlagen umgingen. Dass dabei mitziehender Swing und federnde Phrasierung nicht zu kurz kommen, versteht sich von selbst.

Biografie
Erster Klavierunterricht mit sieben Jahren, Studium der Musikwissenschaft an der Universität Hamburg sowie an der Berliner Humboldt-Universität. 1988 - 1994 absolvierte er ein Diplomstudium an der Musikhochschule Lübeck als Konzertpianist und Musikpädagoge. In den Folgejahren nahm er an Masterclasses und Workshops bei John Taylor, Walter Norris, Dieter Glawischnig und Richie Beirach teil.
In den Winter 2001/2002 fällt ein mehrmonatiger Studienaufenthalt in New York und Massachusetts, mit Plattenaufnahmen, Konzerten an Colleges und Unterricht bei Fred Hersch und Barry Harris.
Im Sommer 2004 erfolgt eine Einladung nach Toronto aufgrund eines Kompositions-projekts mit weiteren Preisen und Stipendien als Komponist.
Seit den frühen Neunzigern ist E. Wölk erfolgreich als Konzertpianist und Arrangeur tätig, mit Arbeiten u.a. für den Norddeutschen Rundfunk, Deutschland Radio Kultur, RBB und den Bayerischen Rundfunk, mit Engagements am Schillertheater Berlin, dem Berliner Ensemble sowie am Schauspielhaus Zürich. Im Auftrag der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesellschaft entstand u. a. die Musik zu dem Stummfilm Faust - eine deutsche Volkssage. Festivalauftritte im In- und Ausland (u.a. Kurt Weill-Fest Dessau 2005, Mozart-Gala in der Münchner Philharmonie 2006, Bachfest Leipzig 2006, Würzburger Bachtage 2007, Europäisches Sommermusikfestival Krakow 2007, MDR Musiksommer 2008).

Diskografie (Auswahl)
 
- Reflections on Mozart (Nabel Records, 2007)
- Desire for Spring (Splasc(H) Records, 2007)
- Songs, Chorals and Dances ( Nabel Records, 2005)
- A Meeting of two American Giants - Gershwin/Bernstein (JB Records, 2001)

 

Wir danken der GGG-Basel sehr herzlich für die finanzielle Unterstützung.